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Projektskizze des Textilmuseum Rheine e.V. für das Zukunftsforum Rheine
Innerhalb der breit angelegten Diskussion zur Zukunftsplanung für die Stadt Rheine, darf bei der Standortbestimmung neben der Frage „wohin“ natürlich auch die Frage „woher“ – also die Frage nach den Ursprüngen und Traditionen der Stadt - keinesfalls vergessen werden.

Hier ist insbesondere der Bereich „Industriekultur“ und die Rheiner Industriegeschichte, aus deren reichen Traditionen man es in Rheine bislang versäumt hat, zu schöpfen resp. diese konkret in die Zukunftsplanung einzubeziehen.

Die Industriegeschichte – namentlich der Textilindustrie verdankt die Stadt im Wesentlichen ihre jetzige Bedeutung als gewichtigen Handels und Verwaltungsstandort – blieb bislang ein Stiefkind in der Außendarstellung der Emsstadt.
Bedeutende Industriepioniere, wie Carl Kümpers, Hardy Jackson, Rudolf Windhoff und Franz Tacke, die ein Stück Industriegeschichte Westfalens mitgeschrieben haben, bleiben in der Stadt unerwähnt, ihr Lebenswerk ist in dieser Stadt nur unge-nügend gewürdigt.

Es ist außer Frage, dass die Textilindustrie, die nahezu über 150 Jahre die Geschicke dieser Stadt wesentlich mitbestimmt, wenn nicht gar die Ausbildung zum nun zweitgrößten Zentrum erst ermöglicht hat, eine Würdigung und einen festen Platz

Die traditionsreiche Industriegeschichte Rheines ist jedoch ein nicht zu unterschätzendes Potential, ein bislang ungehobener Schatz, eine besondere Stärke dieser Stadt.

Gerade in Zeiten der Stagnation und der wirtschaftlichen Depression, sollte man sich erinnern und stolz auf diese für die Stadt wegweisenden Traditionen ver-weisen. Sie tragen zum unverwechselbaren Charakter dieser Stadt bei.
Ganz im Sinne der Regionale 2004 und ihrer ureigensten Idee – nämlich Ressourcen in der Region aufzutun, an vorhandene Traditionen anzuknüp-fen, vorhandene Stärken herauszu-kehren, und daraus ein eigenes Profil zu entwickeln, um letztendlich damit neue Synergien freizusetzen und Kräfte zu sammeln für die vor uns liegenden Jahrzehnte in dieser Stadt.
Der Mühlenkamp, Rheines erstes ausgewiesenes Industrieviertel und Standort der der ersten Maschinenspinnerei von 1847, bietet sich mit seiner überaus traditionsrei-chen Geschichte geradezu an, hier Industrie-geschichte greifbar und erlebbar zu machen,  - und hier gezielt in die Neugestaltung und Belebung des Terrains einzube-ziehen.

Eine Initiative, die bereits jetzt viele ehrenamtlich engagierte Bürger einbindet und auch ferner einbinden kann, die das Freizeitangebot in der Stadt wesentlich bereichern wird, und letztendlich den Aufenthalt und Besuch Rheines auch für auswärtige Besucher attraktiv gestalten kann.

Projekt „Textilmuseum in Rheine“

Die Diskussion um ein Textilmuseum in Rheine ist nie abgebrochen. Immer wieder wurde die Meinung vertreten, dass die Stadt Rheine bei ihrer textilhistorischen Vergangenheit dringend einer adäquaten Präsentation und Dokumentation ihrer Textilgeschichte bedürfe. Für das, was jetzt die Initiative “Stadtteil rechts der Ems“  zum Vorschlag bringt, hat sich der Arbeitsbegriff „Textilmuseum“ eingebürgert.

Grundanliegen des Projektes „Textilmuseum“ ist, für die Dinge, die von dem einst für Rheine so bedeutenden Industriezweig überkommen sind, eine angemessene Präsentation zu finden. Eine textilhistorische Sammlung, eine Art „Gedächtnis der Stadt“, in dem hier Zeugnisse der Geschichte der heimischen Textilindustrie für kommende Generationen bewahrt und dokumentiert werden können, um somit einen Ort der Belehrung und Anschauung zu schaffen.
Vorgesehen sind hierfür Räumlichkeiten im Obergeschoß des südlichen Eingangs-gebäudes des EKC. Der Zutritt erfolgt über die Erdgeschoß-halle, wo eine alte Sulzer-Dampfmaschine von 1922 ein würdiges Entre für das Museum bietet. Im Obergeschoß stehen drei große Ausstellungsräume von ca. 450 qm Gesamtfläche zur Verfügung, zuzüglich ge-eigneter Räume für Verwal-tung, Dokumentation (Bibliothek, Archiv) und Restaurie-rung.
Ein ca. 80 m² großer Ausstellungs- und Veranstaltungsraum steht für regelmäßige Wechselausstellungen und Kulturveranstaltungen zur Verfügung. Dabei sollte das Textilmuseum offen sein für eine Kooperation mit anderen Partnern, eine Zusammenarbeit mit etablierten Kulturträgern in der Stadt wie das Kulturforum Rheine und die Volkshochschule bietet sich geradezu an.

Folgende Aufgaben sollte das „Textilmuseum“ in der Stadt Rheine übernehmen:
  • Ausstellung und Präsentation von 250 Jahren Textilgeschichte
  • Sammelstelle von textilhistorischen Objekten und Dokumenten
  • Dokumentationszentrum und Anlaufstelle zur Geschichte der Textil-industrie
  • Ort der Belehrung und Anschauung  (Erarbeitung eines lehrplangemäßen museumspädagogischen Programms für Schulklas-sen, aber auch Aktionswochenenden und Workshops (Batiken, Fär-ben etc.) ggf. in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule)
  • Aufbewahrungsort für Nachlässe und Leihgaben
  • Adresse zur Übergabe (Spende oder Leihgabe) von Sachgegenstän-den, Fotos, Material und sonstigen Archivalien
  • Aufbau eines Arbeits- und Förderkreises zum Aufbau und Betreiben des Textilmuse-ums:
  • Aufbau und Pflege der Sammlung
  • Restaurierung von Textilmaschinen und anderen Sammlungsgegenständen
 

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