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Der nostalgische Charme alter Büromaschinen Textilmuseum Rheine verlängert aktuelle Ausstellung bis September
Donnerstag, 08. August 2019

Das alte Büromaschinen mindestens so interessant sein können wie alte Textilmaschinen, davon konnten sich bislang 300 Besucher des Textilmuseums... »Weiterlesen...
Wertvolle Originalabzüge eines texanischen Fotopioniers gefunden
Donnerstag, 14. Juni 2018

Neuordnung der Sammlung förderte wichtigen Fund zu Tage. Eine gehörige Portion Sammeleifer, Spürsinn und Entdeckerfreunde gehören wohl generell... »Weiterlesen...
Letzte Termine für Egells-Ausstellung am Wochende 16.u.17.12-17
Donnerstag, 14. Dezember 2017

Letzte Termine für Egells-Ausstellung am Wochende Erinnern Sie sich? Im September hatten wir gefragt: Wer kennt diesen Mann, zuletzt wohnhaft in der... »Weiterlesen...
Königlicher Besuch aus Dresden
Donnerstag, 16. November 2017

Das Schiffsmodel der „Königin Maria" ist in der Ausstellung eingetroffen. Ebenso ist ein funktionsfähiges Modell der Schiffsdampfmaschinen zu... »Weiterlesen...
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„Auf’m Büro“ - Schreien und Rechnen ohne Strom Textilmuseum zeigt in der „Museumsnacht“ alte Bürotechnik um 1930
Mittwoch, 17. Juli 2019

Das altherkömmliche Kontor, noch mit Federkiel und Tintenfaß – Domäne männlicher BüroangestellterEiner spontanen Idee folgend wird das... »Weiterlesen...
Finale! Bis zum Sonntag, den 26. August, wird noch die aktuelle Sonderausstellung „Cotton worldwide/ Baumwolle weltweit“ im Textilmuseum Rheine zu sehen sein.
Mittwoch, 22. August 2018

Finale! Bis zum Sonntag, den 26. August, wird noch die aktuelle Sonderausstellung „Cotton worldwide/ Baumwolle weltweit" im Textilmuseum Rheine zu... »Weiterlesen...
Zur Museumsnacht in Rheine, am 4. August soll die Baumwolle blühen Textilmuseum und Blumenhandlung Willers legen Versuchspflanzung an
Mittwoch, 30. Mai 2018

In der einstigen Bauwollmetropole Rheine, wo tausende von Tonnen Baumwolle jährlich verarbeitet wurden, soll nun einmal selbst die Baumwolle wachsen... »Weiterlesen...
Franz Anton Egells 1788-1854: Ausstellung ab 11.11.2017 um 16.30 Uhr
Mittwoch, 25. Oktober 2017

Von der heimischen Werkstatt in Rheine zur führenden Maschinenbauanstalt in Berlin.Ausstellung zu Leben und Werk F.A. Egells anlässlich des Baus... »Weiterlesen...
„Die weißen Steine aus Gellendorf – die Steine, aus denen unsere Stadt gemacht ist.“ Eröffnung 31.7.15 um 19.00 Uhr
Sonntag, 26. Juli 2015

    Wir laden herzlich ein zur Eröffnung am Freitag, den 31. Juli 2015 um 19.00 Uhr und zur "Nacht der Museen" am 1. August 2015 von 19.00 Uhr bis... »Weiterlesen...
Der nostalgische Charme alter Büromaschinen Textilmuseum Rheine verlängert aktuelle Ausstellung bis September

Das alte Büromaschinen mindestens so interessant sein können wie alte Textilmaschinen, davon konnten sich bislang 300 Besucher des Textilmuseums Rheine überzeugen. Rund 60 alte mechanische Schreib- und Rechenmaschinen vermitteln nostalgische Vintage -Atmosphäre.

Hammond Ideal Nr. 12Spitzenstück der Ausstellung ist eine Hammond Ideal Nr. 12, von 1913Spitzenstück der Ausstellung ist eine Hammond Ideal Nr. 12 aus der Sammlung Manfred Küssner in Rheine – eine amerikanische Typenschiffchen-Schreibmaschine (Hammond Typewriter, NY, USA) aus dem Jahre 1913.
Der Erfinder, J. B. Hammond, arbeitete im Amerikanischen Bürgerkrieg als Telegrafist und erkannte die Schreibma¬schine für seine Arbeit als wirksame Hilfe. Seine Maschine wird 1880 patentiert und entwickelte sich mit zahlreichen weiteren Modellen zum Welterfolg. Mit einem auswechselbaren Typenträger aus Gummi war sie ein direkter Vorläufer der modernen Typenradmaschine.


Typisch für die frühen Schreibmaschinen ist die Vielzahl der mecha¬nisch-konstruktiven Lösungen, die sich alle einer harten Konkurrenz im Kampf um Schreibgeschwindigkeit und Robustheit zu stellen hatten. Am Ende stand die Standard-Typenhebelmaschine, so wie sie die amerikanische Firma Underwood mit dem berühmten „Modell 5" vorlegte, die dann im industriellen Maßstab in 1,5 Mill. Exemplaren gebaut wurde.
Für die, die nun neugierig geworden sind, ist die Ausstellung „Auf'm Büro – Bürotechnik um 1930" regulär noch am Samstag und Sonntag zu sehen, jeweils von 15-18 Uhr (Humboldtplatz 4, Rheine). Mit freundlicher Zustimmung unsere Leihgeber besteht noch bis zum 29. September für Gruppen ab 10 Pers. die Möglichkeit eines Besuchs auf Anfrage (Tel. 05971/10018).Underwood no5 1Millionenfach gefertigt, die legendäre Underwood Modell 5, um 1900

 
„Auf’m Büro“ - Schreien und Rechnen ohne Strom Textilmuseum zeigt in der „Museumsnacht“ alte Bürotechnik um 1930

Bild 1 Kontor um 1870Das altherkömmliche Kontor, noch mit Federkiel und Tintenfaß – Domäne männlicher BüroangestellterEiner spontanen Idee folgend wird das Textilmuseum zur diesjährigen „Museumsnacht 2019" mechanische Büromaschinen aus der „guten alten Zeit" präsentieren. Diese rein mechanischen Wunderwerke der Rechen- und Schreibtechnik stellten damals eine Revolution im Kontor dar.
Bis spät in das 19. Jahrhundert verrichteten Schreiber und Commis ihre Arbeit mit Feder und Tinte am Stehpult. In Zuge der Hochindustrialisierung nahm der überregionale Handelsverkehr beträchtlich zu. Große Kontore mit mehr als 10 Handlungsgehilfen waren keine Ausnahme. Mit der Fülle der gewachsenen Aufgaben und dem Wunsch effektiveren Arbeitens, waren die seit Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzende Entwicklung von mechanischen Büro- , Schreib-, und Rechenmaschinen höchst willkommen.
Amerika ging dieser Entwicklung deutlich voran – um 1900 ist das Amerikanische Büro – der Inbegriff von Modernität. in Deutschland teilten sich ein Dutzend Hersteller den Markt, häufig feinmechanische Fabriken, die aus dem Service- und Repara¬turbereich im Umfeld von Textilstandorten hervorgingen, etwa die Wanderer Werke in Chemnitz, die neben Schreibmaschinen, Nähmaschinen, Fahrräder auch Motorräder und Autos fabrizierten.
Mit dem verstärkten Einsatz von Büromaschinen wird die vormals männliche Domäne der Handlungsgehilfen durchbrochen und mit der Sekretärin und Typistin ein völlig neues Berufsfeld für Frauen geschaffen.

Bild 2 Büro 1900Das moderne Schreibbüro um 1900 – die Schreibsekretärin (Typistin) als neuer Frauenberuf

 

Mit unserer kleinen Überblicksausstellung „Auf'm Büro" kann allenfalls eine Tür zu einem sehr komplexen und interessanten Themenkomplex aufgeschlagen werden. Neben den eigenen „Schätzen" des Textilmuseums haben uns eifrige Sammler und Enthusiasten ihre Raritäten für dieses Ausstellung zur Verfügung gestellt: Manfred Küssner, Büromaschinenmechaniker in der dritten Generation, Michael Glasmeyer, Sammler aus Leidenschaft und Erwin Daniel, unserer „ltd. Techn. Direktor" und Sammler von alten Rechenmaschinen.

Bild 3 ContinentalHightech um 1930 – Buchungsschreibmaschine mit Zeilenschaltung (TM Rheine)Aber lang ist es her - die heut 40-jährigen werden wohl kaum in Kenntnis, geschweige denn in Anwendung einer dieser Maschinen gekommen sein. Sachkompetenz und Wissen um die Handhabung der „alten Schätzchen" ist gefragt. Wer denn mit Sachkenntnis und Geschick eines der alten Maschinen in Anwendung bringen kann, ist also zur Museumsnacht höchst willkommen.
Die Ausstellung „Auf'm Büro" wird anlässlich der Museumsnacht am 3. August um 19. Uhr eröffnet und ist dann am 4., 10. und 11. August, jeweils 15 -18 geöffnet. (für Gruppen auf Anfrage) – Tel. 05971-10018/ www.textilmuseum-rheine.de

 
Wertvolle Originalabzüge eines texanischen Fotopioniers gefunden

Neuordnung der Sammlung förderte wichtigen Fund zu Tage.

Eine gehörige Portion Sammeleifer, Spürsinn und Entdeckerfreunde gehören wohl generell zum Museumsalltag. Manchmal kann man durchaus auch in den eigenen Beständen Entdeckungen machen.

Bild 1 Fred A. GildersleeveFred A. „Gildy“ Gildersleeve mit seiner PlattenkameraDerzeit werden die Sammlungsbestände und Einrichtungen zum Thema „Baumwolle" für die diesjährige AusstellungBild 4 GildensleeveSammelpunkt für geerntete Baumwolle an einer „cotton ginning mill", wo die Baumwolle grob gereinigt, entkernt und für den Transport zu Ballen gepresst wurde.  „Cotton worldwide" neugeordnet und arrangiert. Darunter wichtige Exponate, die wir damals ganz am Anfang von der Borghorster Warpsspinnerei übernommen hatten, u.a. auch eine Reihe von Fotographien von Erntearbeiten auf den Baumwollfeldern in den Südstaaten der USA, die wir aber irrtümlich für Reproduktionen hielten. Diese Fotographien waren für die aktuelle Ausstellung vorgesehen und sollten entsprechend hergerichtet werden. Bei der Entnahme aus den alten, minderwertigen Rahmen stellte sich jedoch heraus, dass es sich hierbei um wertvolle Original-Albuminabzüge handelt. Die Echtheit konnte uns freundlicherweise unser Fotospezialist Werner Brand bestätigen.

Diese wertvollen Aufnahmen aus der Pionierzeit der Fotographie (um 1910) waren mir bereits von einem früheren Besuch in der Bremer Baumwollbörse bekannt. In den Räumen der damals dort residierenden, traditionsreichen Baumwollexportfirma Albrecht, Müller-Pearse & Co. präsentierte mir der Chef des Hauses, Fritz A. Grobien, nicht ohne Stolz ein Album mit ca. 20 alten Originalaufnahmen von der Baumwollernte in den Südstaaten. Nach der Auflösung der Firma ging das Album jedoch wieder zurück in die USA. Zu dieser Albumserie gehören offenbar auch die Abzüge aus Rheine.

Die Fotos sind namentlich gezeichnet mit „Gildersleeve, Waco, Texas. USA" – eine texanische Baumwollexportfirma? Bild 2 2 Fred A. GildensleeveGildersleeve und sein Assistent Herbert Guinn auf ihrem „Einsatzfahrzeug“, einer Exelcior- Motorrad-Gespannmaschine (1909)Nein, ganz anders! Wie nun recherchiert werden konnte, handelt es sich hierbei um Aufnahmen des texanischen Fotopioniers Fred A. "Gildy" Gildersleeve (1881 –1958). Ein typischer Selfmademann, der in jungen Jahren mit einer einfachen Kodak Box Kamera begann und ab 1909 ein eigenes Fotoatelier in der Baumwollmetropole Waco im Bundesstaat Texas eröffnen konnte.

Gildersleeve war ein Gebrauchsfotograph im weitesten Sinne, machte Werbeaufnahmen, experimentierte mit Lichteffekten und Großformaten zu Werbezwecken, fotografierte ansonsten aber alles, was nachgefragt wurde: die üblichen Portraitaufnahmen, Hochzeiten, Beerdigungen, Sportereignisse, Industrieausstellungen, Volksfeste etc. Nebenbei hielt „Gildy" auf seinen Streifzügen quer durch die Stadt Leben und Treiben in der Stadt Waco in unzähligen Aufnahmen fest und wurde damit zu einem wichtigen Bildchronisten seiner Zeit. Sein reicher fotographischer Nachlas von allein 1.400 Glasnegativen wird heute von der Texas Collection der Baylor University in Waco bewahrt.

Bild 3 GildensleeveBaumwollpflücker auf den Feldern mit dem bis zu 3 m langen Pflücksack. Alben mit Aufnahmen von Gildersleeve von den Baumwollfeldern in Texas gelangten über den Baumwollhandel – wohl als Werbegeschenk - auch nach Deutschland, so auch ins Münsterland, wo sich im Bestand des Textilmuseums (Textilwerk) Bocholt heute noch ein letztes vollständiges Album befindet.

Das Textilmuseum Rheine freut sich nun über die aufgefundenen Fotoraritäten, die in der neuen Baumwollausstellung (Cotton worldwide, mit Fotos von Hans Peter Jost. Eröffnung am 3. August/ bis 26. August) exklusiv zu sehen sein werden.

 
Presseartikel zur Ausstellung "Cotton Wilde" im Textilmusuem

Ausstellung Rheine Aug. 2018

 
Finale! Bis zum Sonntag, den 26. August, wird noch die aktuelle Sonderausstellung „Cotton worldwide/ Baumwolle weltweit“ im Textilmuseum Rheine zu sehen sein.

Finale! Bis zum Sonntag, den 26. August, wird noch die aktuelle Sonderausstellung „Cotton worldwide/ Baumwolle weltweit" im Textilmuseum Rheine zu sehen sein.

Cotton worldwideDer Schweizer Fotojournalist Hans Peter Jost hat ab 2009 verschiedene Baumwollerzeugerländer in der Welt besucht und deren unterschiedlichen Anbaubedingungen und jeweiligen Lebensbedingungen der Baumwollfarmer in einer Reihe von eindrucksvollen Bildern dokumentiert. Nach etlichen Textilmuseen in ganz Europa fand nun diese renommierte Fotoausstellung auch den Weg nach Rheine, wo sie bis Sonntag noch zu sehen sein wird, jetzt noch Mi. und Sa. 15 -18 Uhr und Sonntag 11 -18 Uhr. Jeweils am Samstag und am Sonntag besteht um 15 Uhr die Gelegenheit zur Teilnahme an einer Führung. Humboldtplatz 4, 48429 Rheine.

 
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