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"Stroh zu Gold" Märchenausstellung vom 24.11.12 bis 13.01.13

Märchenhaftes und Textiles

Aktuelle Ausstellung „Stroh zu Gold" im TMR: Was hat das Märchen mit textilen Handarbeiten zu tun? Märchenausstellung im Textilmuseum Rheine vom 24.11.2012 bis zum 13. 01.2013

Stroh_zu_GoldEs war einmal ....

so beginnen eine Vielzahl von Märchen, die uns einladen in eine ferne Welt. Märchen spiegeln häufig die Alltagswelt vergangener Zeiten, transportieren Wertvorstellungen und Normen, stellen das Gute dem Bösen gegenüber. Spinnen, Weben und Nähen stehen häufig im Zentrum eines Märchens. Die Fertigkeiten, ja, mitunter die Meisterschaft im Spinnen und Weben - stellen in der sozialen Wirklichkeit vergangener Jahrhunderte die wohl wichtigsten, saisonalen weiblichen Arbeiten dar. Dann, wenn die Ernte eingebracht, das Vieh versorgt war, begab man sich in der dunklen Jahreszeit „zum Licht" und fand reihum zusammen am heimischen Herdfeuer, in der Spinnstube, und nahm das Spinnen und textile Arbeiten auf. Hier ist auch der Ort, wo man Märchen und Sagen erzählte - meist ein Privileg der älteren.

Es ist daher nicht verwunderlich, das hier die unmittelbare Arbeits- und Alltagswelt - das Spinnen und Weben - Eingang fand in das Märchen. Einerseits die Meisterschaft, andererseits der besondere Hausfleiß, der hier Anerkennung findet, wo sich die fleißige vor der faulen Schwester auszeichnet oder ungewöhnlicher Lohn den Geschickten erwartet.

Wenn der Märchenerzähler häufig seine Erzählungen ausschmückt mit allerlei Phantastischem, so sind es doch auch ganz reale Dinge aus der Alltagswelt, die Teil der Handlung werden. So nehmen die Schilderung textiler Arbeiten - das Spinnen und Weben - breiten Raum ein im Repertoire der europäischen Märchen.

Speziell dieser textile Faden soll in dieser Ausstellung aufgenommen und hinterfragt werden, welch realer Kern hinter all dem Märchenhaften sich verbirgt.

 

Märchenhaftes

Es sind die Märchenbuchillustrationen des 19. Jahrhunderts, die sich in unser Gedächtnis eingegraben haben, die uns stets vor Augen stehen, wenn wir die altvertrauten Namen hören: Rumpelstilzchen, Frau Holle, Dornröschen. Und wie sehr sie doch unsere kindliche Vorstellungswelt berührt und uns verzaubert haben, die Märchen unserer Kindheit, die Bilder aus unserem Lieblingsmärchenbuch. Selbstverständlich verfolgen wir das Märchenbild weiter und präsentieren die unterschiedlichsten Bildmedien: Stahlstiche, Wandkartenbilder, Popup-Bücher, Zigarettenbilderalben und sonstige populäre Sammelbilder, aber auch märchenhafte Dinge aus der aktuellen Spielwelt.

Werden unsere Märchenbilder verdrängt durch die Omnipräsenz von Disneys Traumfabrik?

Sagen uns diese Märchen heute noch was? Vor allem, sagen sie unseren Kindern oder Enkelkindern noch was?

Sieben bekannte Märchen werden szenisch dargestellt, mit Alltagsdingen und Gerät des 19. Jahrhunderts ausgeschmückt und jeweils mit realen „textilen Sachverhalten" und Geräten der Zeit erläutert und interpretiert: Dornröschens Spindel, das Spinnrad des Rumpelstilzchens, das Nesselhemdchen oder die märchenhaften Kleider und Kostüme der Märchenfiguren.

Die Ausstellung „Stroh zu Gold" wurde vom LWL-Textilmuseum in Bocholt entwickelt und wird hier Rheine in Kooperation von dem TMR und der Europäischen Märchengesellschaft gezeigt. Hier in Rheine wird sich diese Ausstellung speziell auch an unsere kleinen Besucher richten. Wir laden Sie hiermit herzlich zu unserem „märchenhaften" Rahmenprogramm ein - geeignet sowohl für Kinder als auch für jung gebliebene Erwachsene.

Gleich am Sonntag (25.11.2012) beginnen wir mit dem Puppenspiel „Rumpelstilzchen", um 16 Uhr.

Die Ausstellung wird vom 24.11.2012 bis zum 13.01.2013 zu sehen sein und zwar jeweils Samstag und Sonntag von 11- 18 Uhr. Schulklassen und Kindergruppen können gesondert Termine vereinbaren per Voranmeldung (05971/ 10018). Adresse: Humboldtplatz 4, 48429 Rheine

dornroeschen

Wie sehr sie doch unsere kindliche Vorstellungswelt berührt und uns verzaubert haben, die Märchen unserer Kindheit, die Bilder aus unserem Lieblingsmärchenbuch.

Eröffnung am 23.11.2012, 19 Uhr

Mit kurzer Einführung von Thomas Bücksteeg (EMG)

Sonntag, den 25.11.2012, 16 Uhr

Rumpelstilzchen

Ein Schauspiel mit Mensch und Puppen nach dem bekannten Volksmärchen der Gebrüder Grimm.

Der König erkennt zuletzt den Wert der menschlichen Zuneigung als "das wahre Gold". Eine witzige Maus in Pagenkleidung und ein lebensgroßer, frecher Esel sorgen für lustige Unterbrechungen.

Eine heiter-besinnliche Puppenspielinszenierung, mit kostbar gestalteten Kostümen und originellen Charakterpuppen.

Ein Puppenspiel mit Rolf Hector, Diwan Theater, Osnabrück

Eintritt: Kinder 4€ / Eltern 6 €

 

Mittwoch, 12. Dezember, 20 Uhr

(Veranstaltung entfällt wegen Krankheit der Referentin)

Und webte etwas, das niemals stirbt"

Alte Handwerkskünste im Märchen

Christel Bücksteeg von der Europäischen Märchengesellschaft erzählt und liest Märchen aus aller Welt, in denen das Weben und Spinnen genutzt wird, um einen Lebenstraum zu verwirklichen, einen Liebsten zu gewinnen oder dem Tode zu entgehen.

Eintritt: Kinder 4€ / Eltern 6 €

 

Samstag, den 15.12.2012 - 16 Uhr

Märchen mal anders - für große Kinder und jung gebliebene Erwachsene

Duo ReciTour liest Janosch-Märchen nach den Gebr. Grimm

Die Grimmschen Märchen in der Fassung des beliebten Kinderbuchautoren Janosch gehen grundsätzlich anders aus, als man es bislang gewohnt ist.

Eine heiter-besinnliche Lesung mit Ingmar Winter und Jochen Krüger

Eintritt: Kinder 4€ / Eltern 6 €

Samstag, den 22.12.2012

 

Des Kaisers neue Kleider

Das Puppenspiel nach dem Hauff-Märchen, mit weichen, fast lebensgroßen Textilfiguren, ist einfach ein großes, weiches, anfaßbares Bilderbuch, das von einem Spieler zum Leben erweckt wird.

Ein Puppenspiel von und mit Matthias Kuchta, Lille Kartoffler Figurentheater, Langenfeld

Eintritt: Kinder 4€ / Eltern 6 €

 

Samstag, 12. Januar 2012, 16 Uhr

Wer spann das Stroh zu Gold?

Eine Märchenstunde für Kinder ab 5 Jahren im Textilmuseum

Rumpelstilzchen hilft der Müllerstochter, die drei Spinnerinnen einem armen Mädchen, Dornröschen sticht sich an der Spindel, alle drei vermählen sich königlich: viele Märchen erzählen uns spannend von den alten Handarbeiten.

Aber wie sieht ein Spinnrad aus und wie ein Webstuhl? Wir lauschen den  Märchen und schauen uns die Werkzeuge an, die über viele Jahrhunderte im Einsatz waren.

Mit Drechseldemonstration und Herstellung von kleinen Handspindeln von Udo dem Drechsler

Eintritt: Erwachsene  3 €

Sonntag, 13. Januar 2013, 16 Uhr Vorführung, 17 Uhr Vortrag

Die Flachsbearbeitung in früher Zeit und heute.

Flachspinnen in der Demonstration sowie in einem interessanten Diavortrag vorgestellt von Waltraud Troche (Heimatmuseum Löhne)

Eintritt: Erwachsene  3 €

 

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